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Livemitschnitt von London CD der Woche
Reviews

Martin Gasselsberger - Tales

Ausnahmepianist Martin Gasselsberger bleibt seinem hochfrequenten Ruderschlag bei Tonträgerveröffentlichungen treu, diesmal neu im Solokontext. Wie gewohnt spielt er einen Fazioli und veröffentlicht beim fleißigen Qualitätslabel ATS-Records.
Das Solo-Setting gibt Gasselsberger die Möglichkeit, seine gewohnt zwischen Jazz und Pop, leichter Durchhörbarkeit und musikalischem Anspruch locker und perfekt changierenden Groove-Kompositionen mit nachdenklichen Instrumentalpiecen zu mischen. Es entsteht eine abwechslungsreiche, doch interpretatorisch immer konzise und geschlossen bleibende Produktion, der man sich gerne öfter hörend nähern will. Auch lesend, denn im CD-Booklet haben befreundete MusikerInnen kurze Texte zu Gasselsbergers Stücken verfasst. Für die weitere Karriere sei dem Klangperfektionisten der Titel des irischen Traditionals (Track 11, mit Klaus Dickbauer am Saxofon) gewünscht: "May God Hold You In The Palm Of His Hand".

Martin Gasselsberger - Tales, ATS Records, CD-0676

Martin Gasselsberger Trio

Martin Gasselsberger Trio: „Live im Porgy und Bess“ (ATS Records). Pianist Martin Gasselsberger versucht einen eigenständigen Weg zu gehen und dem ein wenig ausgesaugten Format Klavier, Bass, Schlagzeug neue Perspektiven abzuringen. In den letzten Jahren hat er eine aufregende Entwicklung genommen. Mit Drummer Gerald Endstrasser und Bass Roland Kramer präsentiert das bestens gelaunte Musizierkollektiv eine im Wiener Klub Porgy und Bess aufgenommene DVD. Musikalisch bleiben kaum Wünsche offen. Das Trio baut sorgfältige Klanglandschaften, beeindruckt durch Spiellaune und Engagement.
Christoph Haunschmid, OÖN „Was ist Los“, 22.02.2008

Lyrisches Trio

Auch Martin Gasselsberger wählt für seine feinfühligen Einlassungen das Trio-Format – und nennt sein seit 2001 bestehendes Ensemble schlicht mg3. Auf „Any Place But There“ (ATS/Leicom)entwirft der Österreicher mit Roland Kramer, Kontrabass, und Gerald Endstrasser, Drums, intime Kammermusik-Skizzen, unterbrochen von vitalem Souljazz. Man spürt die Vertrautheit der Musiker untereinander, ihre Sicherheit im Dialog. Voller, runder, warmer Klang.
Fachzeitschrift AUDIO-Redakteur Matthias Inhoffen, BRD

Martin Gasselsberger - on the move

„Der oberösterreichische Pianist und Keyboarder Martin Gasselsberger, Jahrgang 1980, macht schon seit einigen Jahren auf sich aufmerksam. Mit „Any place but there“ liegt nun der „third move“, sprich bereits der dritte Tonträger, des Martin Gasselsberger Trios, kurz mg3, vor. Dazu gibt es im Mai und Juni genau 3 Möglichkeiten, das Trio live zu erleben, u. a. bei den INNtönen.
Helmar Hill ist schuld. Der oberösterreichische Pianist und Arrangeur, auch bekannt als Feder führender Akteur von Heavy Tuba, hat bei seinem Landsmann Martin Gasselsberger die Liebe zum Jazz geweckt. Es sei ihm gedankt, denn damit hat eine Liaison begonnen, die reiche Früchte trägt. Student bei Herbert Pichler an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Abschluss mit Auszeichnung, versteht sich. Noch während des Studiums wurde mit Bassist Roland Kramer (b) und Gerald Endstrasser (dr) das eigene Trio gegründet, dessen Debut – Album „Another Moment“ schon erkennen ließ, dass hier ein gut eingespieltes Team zu Werke ging.
Das zweite Album, „2nd Move“, erregte auch in Übersee Aufsehen. Die Kritik des Internetportals „All about Jazz“ lobte vor allem die Eigenständigkeit des mg3 – Sounds, welcher sich zwar in musikalischer Nähe zu Jarrett oder Esbjörn Svensson aufhält, durch die Struktur der Kompositionen aber deutlich von genannten Musikerkollegen unterscheidet.
Für Martin Gasselsberger steht bei seinen Kompositionen die Melodie im Zentrum, sie sollte jederzeit „vertextet“ werden können. Oft ergibt sich daraus ein angenehmer Wiedererkennwert, ohne dabei flach zu klingen.
Neben seinem mg3 (jederzeit erweiterbar mit Sängerin Petra Linecker und Saxophonist Klaus Dickbauer) ist Martin Gasselsberger Teil von „Threesome“, einem gemeinsamen Trio mit Thomas Deutsch (voc/b) und Bernhard Berger (dr) sowie ständiges Mitglied der „Sir Oliver Mally´s Blues Distillery“. Auf seinem neuen Album „Any place but there“ lässt Gasselsberger erneut Einflüsse aus Klassik (z.B. Debussy), Soul und Blues in sein Klavierspiel einfließen, in dem sich farblich seine Vorbilder Jarrett, Mehldau, Peterson, Tyner, oder auch Yaron Herman erkennen lassen.
Die neue große Herausforderung: der Pianist will im Herbst 2007 ein Solo – Album herausbringen. Wir sind gespannt.“
Christian Bakony – „Jazzzeit“ Mai – Juni 2007

CD DES MONATS: mg3 - Any Place but there


Mit seiner neuen CD „Any Place But There" beweist der oberösterreichische Pianist Martin Gasselsberger eindrücklich, dass gediegene Klangschönheit und jazzige Grooves ausgezeichnet zueinander passen. Auf seiner nunmehr dritten CD-Produktion mit seinem Trio „mg3“ erschafft Gasselsberger einerseits schwebende Instrumentalstücke, die er mit wenigen Noten und seinem äußerst kultivierten und differenzierten Anschlag ruhig und geheimnisvoll aus seinem Fazioli-Flügel zaubert. Andererseits kocht das Trio richtiggehend, wenn Gasselsberger souljazzig über den treibenden Rhythmen von Bassist Roland Kramer und Schlagze uger Gerald Endstrasser improvisiert.

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mg3 sucht sich seinen Weg

„Martin Gasselsberger am Piano, Roland Kramer am Double Bass und Gerald Endstrasser sind das Trio „mg3“. Das Trio existiert sein 2001, und Martin Gasselsberger sagt dazu: „Sie spielen für mich am besten meine Musik.“ Es ist bereits die dritte CD, die in dieser Besetzung erschienen ist, und Martin Gasselsberger bezeichnet es als Vertiefung des mg3-Sounds. Der Weg, den er mit seiner Musik einschlägt, weist immer mehr in Richtung Blues, was er auch auf seine nunmehr schon zweijährige Zuammenarbeit mit „Sir“ Oliver Mally und seiner „Blues Distillery“ zurückführt. „Any Place but there“, als „Überall nur nicht hier“, betitelt sich die CD, und Gasselsberger meint dazu, es solle nicht negativ klingen, sondern seine Suche nach seiner Position in der Musikgeschichte beschreiben. „Der Blues ist eine meiner Wurzeln, und so gesehen geht es back to the roots.
Im Herbst wird eine Solo – CD von Martin Gasselsberger erscheinen, und auch wenn er schon seine Gedanken dazu hat und auch wenn die Kompositionen schon in Ansätzen existieren, wird es dennoch auch für ihn Neues bringen. „Was immer da entsteht, wird sicher auch in die zukünftige Musik von mg3 einfließen.“ Auf „Any Place but there“ klingt es schon sehr bluesig, die jazzigen Elemente sind nicht mehr beherrschend, und die Musik fließt wie ein langer, ruhiger Fluss."
Alfred Krondraf – Concerto – April 2007

Wohlklingender und fein gestrickter Pianojazz

„Mit der beim Label ATS Records erschienenen CD „Any Place But There“ liefert die Formation „mg3“ rund um den Pianisten Martin Gasselsberger den Beweis, dass Wohlklänge auch im Jazz ihren Platz haben. Im Zentrum der Musik steht das einfühlsame Klavierspiel Gasselsbergers, das von Roland Kramer (Bass) und Gerald Endstrasser (Schlagzeug) behutsam in Szene gesetzt wird.
Heraus kommt grooviger und swingend bis funkiger Jazz, der sowohl an das Duke Ellington Trio als auch an Keith Jarrett erinnert.
Beim Komponieren lässt Gasselsberger seiner Phantasie freien Lauf. So geben ihm die Kompositionen viel Spielraum für Improvisationen und fließen daher wie aus einem Guss. Trotz dieser Klangvielfalt und der bisweilen flotten Linien stört kein einziger Misston das Erlebnis. Damit widerlegt Gasselsberger die Theorie jener Puristen, die behaupten, sobald einem etwas gefällt, sei es kein Jazz mehr. Kein Wunder, dass Gasselsberger als eine der ganz großen Zukunftshoffnungen des österreichischen Jazz gehandelt wird.
Die CD „Any Place But There“ bietet Musik, die es Wert ist, mit allen Sinnen ertastet zu werden – Musik, die im Hörer das Gefühl erweckt, abzuheben und durch wunderbare Welten der Zuversicht zu segeln."
Margarete Frühwirth, 17.04.2007, TIPS

mg3 - Any Place But There

Der aus Oberösterreich stammende und bereits weit über die Landesgrenzen auffällig gewordene Pianist Martin Gasselsberger hat mehrfach das Zeug zu einer langfristigen und internationalen Karriere:
Da ist zunächst seine instrumentale Meisterschaft, die ihn pianistisch bereits in jungen Jahren ohne Grenze nach oben klingen lassen. Zweitens sind da eine interpretatorische Reife und kompositorische Begabung, die ihresgleichen nur im internationalen Kontext finden, und drittens hat Gasselsberger ein fixes Ensemble, sein seit 2001 gepflegtes Klaviertrio "mg3" mit Bassist Roland Kramer und Schlagzeuger Gerald Endstrasser, das ihm die Möglichkeit zum Ausprobieren und zur Entwicklung gibt.
In dieser Besetzung veröffentlicht Martin Gasselsberger nun sein drittes Album mit dem Titel "Any Place But There", auf dem er nicht - wie viele Pianisten seiner Generation - einen europäischen Jazzweg auf der Basis einer Einbeziehung von Folklorismen in die Improvisationsmusik beschreitet, sondern eine Musik ganz eigener Prägung entwirft. Diese speist sich aus poppigen, souljazzigen und klassischen bzw. impressionistischen Quellen, die unter dem Primat sangbarer Melodien, geschmackvoll sparsamer Interpretation und einer insgesamt bemerkenswerten und ihre Wirkung nicht verfehlenden Materialeinfachheit zusammengefügt werden. Es ist neben der kompositorischen Unverwechselbarkeit besonders die Art des Musizierens, die Gasselsberger und das "mg3"-Trio bemerkenswert machen. Homogenität und eine gemeinsame Spielintuition sind wichtiger als jazzig-muskulöses Power- und Interplay. Das so erzielte luxuriöse Klangergebnis erhält durch die erlesene Produktion und Aufnahmetechnik eine besonders audiophile Klangausformung.
Die balladesken Stücke mit ihrem Klangreichtum des mit äußerst differenziertem Anschlag gespielten Fazioli-Flügels sind Gasselsbergers Innenschau, Besinnung, Roots-Musik ganz eigener Prägung. Die groovigen Piecen mit klugen und niemals vordergründig virtuosen thematischen Improvisationen des Leaders reflektieren Gasselsbergers Auf- und Ausbruch zu kompromissloser musikalischer Selbstverwirklichung und musikbusinesstechnischer Internationalität.
Günther Wildner – Wildner Music News März 2007

mg3

„Jazz-Pianist Martin Gasselsberger hatte im Vorjahr einen fulminanten Auftritt bei den Festwochen Gmunden. Jetzt legt er mit seinem oberösterreichischen Trio „mg3“ die neue CD „Any place but there“ (ATS Records) vor. Im kompakten Zusammenspiel mit Roland Kramer (Bass) und Gerald Endstrasser (Schlagzeug) bietet er in seinen zärtlichen Eigenkompositionen dichten Stimmungsgehalt.“
Peter Baumann, Kronenzeitung, 20.03.2007

Triplepack

„Seine Musik soll niemandem auf den Wecker gehen. So einfach charakterisiert Pianist Martin Gasselsberger sein musikalisches Credo, dem man auf dem dritten Album seiner Formation mg3 folgen kann.
Das Wissen um eigene Stärken beflügelt einen Künstler. Zu wissen, wo man hingehört und wofür man steht, ist aber ebenfalls ein Nährboden, auf dem Fruchtbares gedeihen kann.
Martin Gasselsberger lebt und arbeitet in Gaspoltshofen. Hier fühlt er sich wohl, hier ist er zu Hause, wenngleich seine Musik weit über die Landesgrenzen hinaus wirkt, weil sie in der universellen Sprache von Klängen und Melodien gehalten ist. „Any Place But There“ nennt sich das dritte Album von mg3, der Formation mit Roland Kramer und Gerald Endstrasser, in der der Pianist der Mittelpunkt ist.
Mit feinfühliger Hand hat Gasselsberger 12 Stücke komponiert, die sich gekonnt der Etikette Jazz entziehen, weil sie stilistisch viel weiter gefasst sind. Der Pianist kennt keine Berührungsängste mit Pop, Blues oder Folk. Das zeichnet ihn aus, das hört man seinen Kompositionen an, die wie etwa „Dreamworld“ Balsam für das Ohr und Hyper-Beschleunigten als therapeutische Bremse uneingeschränkt zu empfehlen sind.
„Ich habe meinen Stil gefunden“, sagt Gasselsberger. Sein Stil hat jazzige Anleihen, wächst aber auf poppigen Wurzeln und ist nicht experimentell. Der Oberösterreicher will auch Nicht-Jazz-Hörer ansprechen. „Für meine Musik muss man sich nicht extrem konzentrieren, weil jedes Detail zerlegt wird“, sagt der sympathische Musiker. Er will mit seinen Melodien bewegen. „Ich stehe selbst drauf.“
Spricht man ihn auf seine Zukunftspläne an, antwortet der Innviertler schnell. Mit mg3 habe er die Vision, „gute Plätze in Europa zu spielen“, den Vertrieb für seine Musik auszuweiten und mit europäischen Musikern künstlerische Netzwerke zu weben. Das alles funktioniert nur, wenn seine Musik die Menschen erreicht. Dies wird sie demnächst in Gaspoltshofen (17. März, 20 Uhr, Spielraum), Lambach (23. März, 20 Uhr, Rossstall) und Linz (24. März, 20 Uhr, Count Davis) tun. Alle weiteren Infos sowie Termine im Internet: www.gasselsberger.com“
Reinhold Gruber, O.Ö. Nachrichten/Was ist los?, 16.03.2007

2nd move

„Martin Gasselsberger, der junge Studienkollege des Newcomer des Jahres 2005, Martin Reiter, legt mit seiner zweiten CD Produktion eine Scheibe vor, die qualitativ höchsten Ansprüchen standhält. Hier treffen hohe Musikalität und guter Geschmack auf technisch brilliante Spielkunst und Ideenreichtum. Zum einen schreibt der oberösterreichische Pianist wunderbare Melodien; seine Jazz Stücke, seine Songs transportieren eine absolut angenehme Atmosphäre, in der man sich zurücklehnen kann um entspannt zu genießen. Das Gasselsberger Trio, dem neben dem Pianisten Bassist Roland Kramer und der Schlagzeuger Gerald Endstrasser angehören, reiht sich mit seinem „2nd Move“ als superbe Alternative zu Keith Jarrett, Esbjörn Svenson oder Tord Gustavson ein. Verzichtet wird auf freiere Passagen eines Jarrett oder die Elektronik eines Svenson, das Repertoire hat mehr liedhaften Charakter als Gustavson und bleibt somit unverwechselbar – und durch verschiedenste Rhythmen abwechslungsreich.
Ich meine, das ist eine reife Leistung eines noch jungen Trios, die sich neben einer tollen Besprechung auf der amerikanischen „All about Jazz“ Site, auch das Attribut der Bakony CD des Jahres verdient hat.“
Christian Bakony

2nd Move

„It had to happen: the popularity of the Swedish piano trio E.S.T. is making its presence felt on both sides of the Atlantic. Canadian bassist Simon Fisc´s latest disc, Intent, demonstrates the same kind of pop sensibility, albeit with a freer complexion. Similarly, Austrian Pianist Martin Gasselsberger and his group mg3´s new release, 2nd Move, can easily be lumped into E.S.T. territory. And while there is a clear precedence in Gasselsberger´s refined aproach – relying on lyrical themes and improvisation over relatively simple vamps and changes – there are differences that make 2nd Move an entity itself.
If E.S.T. is the elegant alternative to the Bad Plus, then mg3 goes a step further. E.S.T. has always incorporated the use of electronics, while mg3 is unabashedly acoustic. E.S.T. is a collective – all three members of the group are credited with all compositions – while mg3 is clearly Gasselsberger´s show, even though bassist Roland Kramer and drummer Gerald Endstrasser are essential to the group sound. And, finally, mg3 never strays into aggressive tonalities or textures – 2nd Move is, from start to finish, accessible and easy on the ears. While E.S.T.´s Dan Berglund is known to hit the distortion box and creating searing arco solos, mg3´s Kramer plays with a softer approach, always supportive and rarely steping to the fore.
But Gasselsberger´s compositions do come from a similar place that is plainly European in ambience, with a playing style that is clearly rooted in Keith Jarrett, like that of E.S.T.´s Esbjörn Svenson. There´s little in the way of traditional swing to be found on the disc – although the relaxed groove of the 5/4 “Peace of Mind” has some of the lilt. If anything, there´s more of a light pop approach rhythmically, combined with a kind of pared-down classical impressionism.
But while mg3´s approach is light, it shouldn´t be mistaken for being lightweight. That mg3 should choose to take the delicacy and elegance of E.S.T. a step further, with a sound that has absolutely no sharp edges, simply makes even their uptempo tunes feel calm and at ease.
“Revolution” and the blues of “Watch the children play” may be slightly funky, and the aptly- titled “Jarretty” may sound like something from Jarrett´s “70s European Quartet – but paradoxically more rigid in form, even as it is more relaxed in pace and intensity – but underneath it all mg3 aims for a consistent sing-song approach that makes the entire set highly approachable without sacrificing integrity.
Some say that it takes a strongly developed to be able to play with space, adopting a less-is-more philosophy. If that´s the case then Gasselsberger, Kramer, and Endstrasser are all more advanced than the airy and unhurried music of 2nd Move might imply. Confident playing abounds, but with an attention to the demands of the song and disinterest in the kind of overt virtuosity that demands five notes where one would do, 2nd Move will unquestionably appeal to fans of E.S.T., but it should not be mistaken as a simple knockoff.
John Kelman “All about Jazz” (Kanada)

Kritik aus der "Jazzzeit" /53

"MG3 steht nicht als Abkürzung für Maschinengewehrsalven, sondern für Piano Jazz Trio-Sound vom Feinsten. (Hohe) Musikalität und (guter) Geschmack treffen auf technisch brilliante Spielkunst, Ideenreichtum und Improvisation. MG steht für den oberösterreichischen Pianisten Martin Gasselsberger, kongenial unterstützt von Roland Kramer, b, und Gerald Endstrasser. Auf ihrem 2nd Move spielen die 3 hervorragende Eigenkompositionen, die sich jederzeit zu den Aufnahmen eines Abdullah Ibrahim, Esbjörn Svensson aber auch Jarrett stellen lassen. Greifen sie auch zur ersten CD "Another Moment" bei der sich das große Talent dieses jungen Pianisten (geb. 1980) bereits angekündigt hat. Gasselsberger, Kramer und Endstrasser haben ihr Zusammenspiel noch verfeinert, die Kompositionen sind ausgereift wie eh und je und sprechen sowohl Jazz als auch Klassik-Liebhaber an ohne sich je anbiedern zu müssen." (bak)

Kritik aus dem "Concerto"

Hinter dem Kürzel MG3 verbirgt sich das Trio des 24- jährigen oberösterreichischen Pianisten Martin Gasselsberger, der mit dem Bassisten Roland Kramer und dem Schlagzeuger Gerald Endstrasser nach "another moment" (2002) nun sein 2. Album präsentiert. Die neun Kompositionen Gasselsbergers sind originell und klar strukturiert, haben oft einen leichten Blues- oder Gospel-Touch und beeindrucken durch sangbare Themen, die kompetent und einfallsreich, aber immer im Hinblick auf die "Geschichte" des jeweiligen Stücks verarbeitet werden. Gleichzeitig entspannt und konzentriert wird hier musiziert, die drei Musiker geben auch den Pausen den ihren gebührenden Wert und haben hörbar am Gesamtklang des Trios gearbeitet. Ein wunderbares Piano Trio, das internationale Vergleiche nicht zu scheuen braucht. (schu)
Martin Schuster

Musiklandschaft ohne Grenzen

„mg3“, ein Könnertrio aus Oberösterreichs Jazzbeständen, eröffnete ein Doppelkonzert im Linzer Landesmuseum. Die Kompositionen des Pianisten Martin Gasselsberger haben reiche harmonische Strukturen. In Balladen bringen sie gefühlsbetonte Tiefe und bewegte Motorik. All das vermittelt das Trio mit Roland Kramer (Bass) und Gerald Endstrasser (Schlagzeug) mit animo.
PB Kronenzeitung, 7.12.2005

mg3

„mg3 steht für Martin Gasselsberger, p comp, Roland Kramer, b, und Gerald Endstrasser, dr. Die drei spielen auf „2nd Move" (ATS 573) mit einer reiferen Ausdruckspalette als Triotonic, ein zelne Töne haben mehr Gewicht. verweilen, atmen, warten auf spontane Einfälle, schreiten weiter bis die Klangbilder langsam zusammenwachsen und nachhaltig verklingen. Gesucht wird nicht das vorformulierte Interplay, sondern ein reaktives Miteinander. So entstehen auch überraschend wechselnde Melodiebögen, die Musik nimmt den Hörer fast unmerklich gefangen und hält die Spannung bis zum letzten Ton. Bestes Timing. Gaselsberger klingt amerikanischer als Iglseder - Marc Copland, Keith Jarrett aber auch die jüngste Enrico-Pieranunzi-CD oder gar ein Calypso-inspirierter Monty Alexander könnten http://www.leicom.de/leicom/pressespiegel/index.htmlPate stehen. Trotzdem entsteht hier eigentändige, zeitlos swingende Klangmagie.“

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Pressespiegel/leicom - BRD

Any Place but there

Any Place but there - wo sonst als im Emailwerk sollte sich wieder einmal ein besonderer Abend aus den Bausteinen geformt haben, die wir so lieben: Ein Jazz-Trio, ein blühender musikalischer Gedanke, geformt von einem Musiker, dem der Spannungsmoment zwischen "Nach-Innen-Hören und Nach-Außen-Drängen" so wichtig ist, dass er gleich einen Konzertsaal voller Jazz-Fans mit in diesen Moment hineinzupacken vermag, und zuletzt eine Atmosphäre, wie sie sonst nur bei der Entdeckung etwas ganz Außergewöhnlichem entstehen kann.

Das Außergewöhnliche an diesem Abend hieß mg3: Der Bandleader und Komponist Martin Gasselsberger am Flügel, Roland Kramer am Kontrabass und Gerald Endstrasser am Schlagzeug. Eine unglaubliche Homogenität ging von den drei technisch perfekt spielenden Musikern aus. Vom ersten Moment des Konzertes bis zum letzten Anschlag einer Klaviertaste war der Raum gefüllt mit einem weiträumigen, perkussiv atmenden Klang, der sich nicht immer nur am Genre Jazz orientierte.
Eine Musik, die Vieles möglich macht, Platz lässt für andere Einflüsse, die Augen der Zuhörer zum Schließen bewegen kann und die Phantasie zum Malen auffordert. Einen Höhepunkt bildete in dieser Hinsicht eine zärtliche Komposition mit dem Titel "Dreamworld", die das Publikum quasi mit einem Zauber belegte - eine fallende Stecknadel hätte wahrscheinlich das Haus zum Einsturz gebracht.

Dennoch ist dieses musikalische Konzept durchaus ein puristisch akustisches - von der Anlage eine Reminiszenz an den großen Neokonservativen des Jazzklaviers, der 1983 mit einem Trio Jazzstandards zu spielen begann - in einer Zeit also, als das Besonders out war. Es ist kein Geheimnis, dass gerade jener Keith Jarrett als einer der Vorbilder von Martin Gasselsberger gilt, aber bei diesem (denkwürdigen) Konzert im Seekirchner Emailwerk wurde deutlich, wie weit sich Gasselsberger schon von seinen Vorbildern gelöst und sich nun auf den Weg gemacht hat, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

Und: man traut es ihm zu, dem sympathischen, erst 28 Jahre jungem Musiker, der auch auf eine augenzwinkernd trockene Art eloquent und direkt mit dem Publikum zu plaudern vermag - das Thema war ja am Wahlvorabend förmlich vorgegeben. So endete der Abend auch, wie er enden musste, Martin Gasselsberger einigte sich mit einem frenetisch applaudierenden Publikum auf zwei Zugaben und hielt Wort. Anders als bei seiner Musik: man kriegt immer mehr, als er verspricht...
(lf)

P.S.: Der Musikkritiker Thomas Lindemann meinte nach einem Keith Jarrett Konzert im Jahr 2007:
"Die Improvisation ist der einzige Ort, an dem Musik lebt und den Zeitgeist in Töne verwandelt. In der Klassik ist sie tot, im Jazz steht sie viel zu oft im Dienst rigider, althergebrachter Schemata.
Es gibt ganz wenige, die den musikalischen Gedanken laufen und blühen lassen.."

Wir meinen, Martin Gasselsberger ist einer von ihnen.
Veranstalter Rezension Emailwerk Seekirchen

mg3 – Any Place But There, Jazzig-muskulöses Powerplay

Der aus Oberösterreich stammende und bereits weit über die Landesgrenzen auffällig gewordene Pianist Martin Gasselsberger hat mehrfach das Zeug zu einer langfristigen und internationalen Karriere:

Da ist zunächst seine instrumentale Meisterschaft, die ihn pianistisch bereits in jungen Jahren ohne Grenze nach oben klingen lassen. Zweitens sind da eine interpretatorische Reife und kompositorische Begabung, die ihresgleichen nur im internationalen Kontext finden, und drittens hat Gasselsberger ein fixes Ensemble, sein seit 2001 gepflegtes Klaviertrio „mg3“ mit Bassist Roland Kramer und Schlagzeuger Gerald Endstrasser, das ihm die Möglichkeit zum Ausprobieren und zur Entwicklung gibt.

In dieser Besetzung veröffentlicht Martin Gasselsberger nun sein drittes Album mit dem Titel „Any Place But There", auf dem er nicht - wie viele Pianisten seiner Generation - einen europäischen Jazzweg auf der Basis einer Einbeziehung von Folklorismen in die Improvisationsmusik beschreitet, sondern eine Musik ganz eigener Prägung entwirft. Diese speist sich aus poppigen, souljazzigen und klassischen bzw. impressionistischen Quellen, die unter dem Primat sangbarer Melodien, geschmackvoll sparsamer Interpretation und einer insgesamt bemerkenswerten und ihre Wirkung nicht verfehlenden Materialeinfachheit zusammengefügt werden. Es ist neben der kompositorischen Unverwechselbarkeit besonders die Art des Musizierens, die Gasselsberger und das „mg3“-Trio bemerkenswert machen. Homogenität und eine gemeinsame Spielintuition sind wichtiger als jazzig-muskulöses Power- und Interplay. Das so erzielte luxuriöse Klangergebnis erhält durch die erlesene Produktion und Aufnahmetechnik eine besonders audiophile Klangausformung.

Die balladesken Stücke mit ihrem Klangreichtum des mit äußerst differenziertem Anschlag gespielten Fazioli-Flügels sind Gasselsbergers Innenschau, Besinnung, Roots-Musik ganz eigener Prägung. Die groovigen Piecen mit klugen und niemals vordergründig virtuosen thematischen Improvisationen des Leaders reflektieren Gasselsbergers Auf- und Ausbruch zu kompromissloser musikalischer Selbstverwirklichung und musikbusinesstechnischer Internationalität

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